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 Zeitungsberichte Klaus 20.11.2008 11:43
 Bnn 15.11.08 Klaus 20.11.2008 11:45
 Bnn 17.11.08 Klaus 20.11.2008 11:51

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Klaus
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Hier sind Zeitungsberichte im Hinblick auf das geplante Bundestreffen nachzulesen, soweit ich die Texte erhielt.

BNN = Badische Neueste Nachrichten

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Es gibt 5 Gebetsformen, mit Gott zu hadern ist eine davon.
20.11.2008 11:43 Klaus ist offline E-Mail an Klaus senden Beiträge von Klaus suchen Nehmen Sie Klaus in Ihre Freundesliste auf
Klaus
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Bnn 15.11.08 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wenn Geburt und Tod zusammenkommen
Karlsruher Klinikseelsorger plant Bundestreffen für verwaiste Eltern / „Schmerzliche Gesetze ändern“

Von unserem Redaktionsmitglied
Bernd Kamleitner

Karlsruhe.
„Für Eltern gibt es nichts Schlimmeres, als dass ihr Kind stirbt.“ Klaus Schäfer weiß, wovon er spricht. Als Klinikseelsorger in den St.-Vincentius-Kliniken in Karlsruhe begegnet er immer wieder auch Eltern, die ihr Kind schon während der Schwangerschaft oder während der Geburt verloren haben. Seit Jahren engagiert sich der Pallottiner für verwaiste Eltern und nimmt sich ihrer Trauer an. „Über den Verlust eines Kindes zu reden, tut weh, zu schweigen tut noch mehr weh“, betont der Seelsorger.
Kontakt mit verwaisten Eltern – das ist vielfach auch für Angehörige, Freunde und Bekannte der Betroffenen ein großes Problem, weil sie selbst nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Standardmäßige Vertröstungen wie „Du bist ja noch jung und kannst noch viele Kinder kriegen“, „Sei froh, es war besser so, das Kind wäre ja behindert gewesen“ oder „Du hast doch schon zwei Kinder“ können bei den Trauernden zu neuen Verletzungen führen, weiß der Geistliche aus vielen Gesprächen. „Wenn man den Daumen abschneiden würde, könnte man ja auch sagen, du hast noch vier Finger“, versucht er die Wirkung über einen bildhaften Vergleich zu verdeutlichen. Zuhören, für die verwaisten Eltern da sein, versuchen, deren Schmerz nachzuempfinden, auch nach Wochen, Monaten und Jahren noch Verständnis und Anteilnahme entwickeln, das sind für den Geistlichen wesentliche Punkte im Umgang mit den Betroffenen. „Trauer um einen geliebten Menschen endet nie. Sie wandelt sich nur“, sagt er.
Insbesondere Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt verlieren, leiden ganz besonders. Wenn Geburt und Tod zusammenkommen, steht die Gesellschaft diesem Thema vielfach unbeholfen gegenüber, hat der Geistliche erfahren. Wiegt das Kind weniger als 500 Gramm, spricht man von einer Fehlgeburt. Diese Kinder sind nicht bestattungspflichtig. Für die Eltern fehlt daher etwa das Grab als Ort der Trauer, an dem sie sich ihrem verstorbenen Kind nahe wissen.
Seit Jahren kämpft Klaus Schäfer dafür, dass auch diese Kinder bestattet werden können und ihre Überreste nicht mit Raucherlungen, Raucherbeinen und Krebsgeschwüren im Kliniksondermüll entsorgt wird. In Karlsruhe ist das auch nicht der Fall: die Fehlgeborenen werden in der jeweiligen Pathologie der Klinik gesammelt und an drei Terminen im Jahr bestattet. Auf dem Hauptfriedhof wurde ein entsprechendes Gräberfeld bereits im November 2001 angelegt. Wie viele Fehlgeburten es in Baden-Württemberg pro Jahr gibt, darüber liegt keine Statistik vor. Lediglich über die Zahl der Totgeburten, gemeint sind Kinder mit über 500 Gramm, gibt es Aufschluss. Unter 1 000 Neugeborenen kommen etwa vier tot auf die Welt.
Als Sprachrohr verwaister Eltern will sich der Klinikseelsorger auch künftig betätigen. Im nächsten Jahr plant er vom 21. bis 24. Mai in Karlsruhe ein Bundestreffen für verwaiste Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft verstorben ist. Ob es zustande kommt, kann er noch nicht sagen, denn die Zahl der Anmeldungen liegt noch hinter den Erwartungen von Schäfer zurück (Infos im Internet unter www.stillgeburt.de/treffen.php).
Sein Anliegen: Elterninitiativen wie „Verwaiste Eltern“ oder die „Initiative Regenbogen“ sollen stärker in das Bewusstsein von Gesellschaft und Politik rücken und zum Teil „schmerzliche Gesetze im Zusammenhang mit Stillgeburten geändert werden. Den Begriff verwendet Schäfer für Fehl- und Totgeburten.

Stichwort

Für Eltern, die um ein Kind trauern, gibt es am Dienstag, 18. November, 19 Uhr, in der Kirche St. Franziskus, in Karlsruhe-Dammerstock, Rechts der Alb, einen Trostgottesdienst. Eingeladen sind alle Eltern, deren Kind während der Schwangerschaft, während der Geburt oder danach starb. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Trauerfall ganz aktuell ist oder schon länger zurückliegt. Auch Geschwisterkinder, Großeltern sowie Freunde und Bekannte der verwaisten Eltern sind willkommen, betonen die Veranstalter.
Im Anschluss an den Trostgottesdienst können sich Interessierte bei Kaffee und Tee treffen und sich austauschen. kam

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20.11.2008 11:45 Klaus ist offline E-Mail an Klaus senden Beiträge von Klaus suchen Nehmen Sie Klaus in Ihre Freundesliste auf
Klaus
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Bnn 17.11.08 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Bestattungsrecht auch für Fehlgeburten geplant
Stolz unterstützt Forderung des Karlsruher Klinikseelsorgers

Karlsruhe/Stuttgart (ov/kam).
Die badenwürttembergische Sozialministerin Monika Stolz (CDU) unterstützt die Forderung des Karlsruher Klinikseelsorgers Klaus Schäfer nach einem Bestattungsrecht für Fehlgeburten. „Die Trauer der Eltern um ihr verlorenes Kind misst sich nicht an Größe und Gewicht. Deshalb sollen alle Eltern, die ein Kind durch eine Frühgeburt verlieren, ein Recht darauf haben, ihr Kind zu bestatten“, sagte die Politikerin. Die Landesregierung habe bereits einem Gesetzesentwurf zur Novellierung des Bestattungsrechtes zugestimmt.
Danach unterliegen alle totgeborenen Kinder und Frühgeburten mit einem Gewicht von mindestens 500 Gramm der Bestattungspflicht. Fehlgeburten und während der Geburt verstorbene Kinder mit einem Gewicht unter 500 Gramm sind zumindest auf Wunsch eines Elternteils zu bestatten. Es müsse sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser die Eltern auf das Bestattungsrecht hinweisen, sagte Stolz.
„Verschiedene Kliniken geben noch heute nicht immer das Kind zur Bestattung heraus“, kritisiert Schäfer, Seelsorger an den Karlsruher St.-Vincentius-Kliniken. Viele Friedhöfe verweigerten zudem die Anwesenheit der Eltern bei der Beisetzung und böten nur anonyme Bestattungen toter Kinder mit einem Gewicht unter einem halben Kilo an. Immer wieder verweigerten Pfarrer ihren Segen, weil fehlgeborene und zu leichte Kinder nicht getauft und somit keine Gemeindemitglieder seien: „Diese Hürden gilt es schnellstens zu beseitigen.“ Bei Schwangerschaftsabbrüchen oder Fehlgeburten sollen die Eltern der toten Kinder nach Ansicht des Karlsruher Seelsorgers ein verbindliches Recht auf eine Bestattung erhalten. „Wir brauchen eine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung für die Bestattung aller Menschen, auch für die mit weniger als 500 Gramm Gewicht“, sagte Schäfer. Der Seelsorger engagiert sich, wie berichtet, in Karlsruhe seit Jahren für „verwaiste Eltern“. Am morgigen Dienstag, 18. November, bietet er zusammen mit dem Infocenter des Hauptfriedhofs einen Trostgottesdienst für Eltern, die um ein Kind trauern (19 Uhr, Kirche St. Franziskus in Karlsruher-Dammerstock, Rechts der Alb). Im Sommer will er mit einem Bundestreffen in der Fächerstadt die Kooperation der Eltern untereinander verbessern.
„Der unterschiedliche Umgang mit fehlgeborenen und abgetriebenen Kindern aufgrund fehlender Bestattungspflicht widerspricht der Würde des Menschen und der Gleichheit vor dem Gesetz“, sagte Schäfer. Derzeit bestehe nur eine allgemeine Pflicht zur Bestattung für Kinder, die ein Gewicht von 500 Gramm erreicht haben. Nach dem baden-württembergischen Bestattungsrecht haben Eltern keinen Anspruch, ihr fehlgeborenes Kind zu bestatten. Fehlgeburten, die nicht bestattet werden, müssten lediglich „hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend beseitigt werden, soweit und solange sie nicht wissenschaftlichen Zwecken dienen“. (Internet: www.stillgeburt.de)

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20.11.2008 11:51 Klaus ist offline E-Mail an Klaus senden Beiträge von Klaus suchen Nehmen Sie Klaus in Ihre Freundesliste auf
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