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-- Marion und Joel (http://www.f.sgkg.de/f_sg/thread.php?threadid=66)


Geschrieben von marion77 am 26.03.2005 um 09:25:

traurig Marion und Joel

guten morgen.
Ich war bislang nur stille Leserin (glaub ich). Hatte meine Anmelde-Daten verbummelt und weiß jetzt nicht genau ob ich mich schon vorgestellt habe....

also, ich heiße Marion bin 27 Jahre als und habe am 03.10.2004 in der 21. SSW mein 2tes Kind unseren Kleinen Joel zu den Sternen gehen lassen müssen.
Dieses war bislang das schlimmste Erlebnis was mir widerfahren ist.
Ich finde es sehr wichtig und auch sehr gut sich auzutauschen. Und deswegen auch ein dickes Lob an Klaus der diese Seite hier ins Leben gerufen hat. DANKE

ein Gedicht für alle stell ich noch mir rein.

In Deine Hände legen wir
dies kleine schwache Kind,
weil Deine Hände so stark und treu
und voller Liebe sind.

Dies Kind, so wortlos und so neu,
wir legen es Dir hin.
Wir wollen ohne Dein Wort, Herr,
das Kleine nicht erzieh´n.

Ganz ohne Hoffnung auf uns selbst,
doch hoffnungsvoll in Dir,
wissen wir dies Kind umsorgt,
Du gabst Dein Kind dafür.

In Deine Hände legen wir
dies kleine schwache Kind,
weil Deine Hände so stark und treu
und voller Liebe sind.

Bei Dir, o Herr, ist unser Kind
geschützt und mollig warm.
Die Welt ist kalt, wir brauchen Dich,
komm´, nimm´ es in den Arm.

Herr, wir versprechen Dir dies Kind,
daß Du es formst wie Ton.
Doch das Versprechen überhaupt
gabst Du in Deinem Sohn.

In Deine Hände legen wir
dies kleine schwache Kind,
weil Deine Hände so stark und treu
und voller Liebe sind.

(Michael Card)



Geschrieben von Marlen am 26.03.2005 um 11:36:

 

Hallo Marion,

herzlich Willkommen hier. Es tut mir sehr leid das euer kleiner Joel zu den Sternen gegangen ist.

Vielen Dank für das Gedicht, es ist wunderschön.



Geschrieben von anikaengel am 26.03.2005 um 20:56:

  RE: Marion und Joel

Hallo liebe Marion,

auch ich habe letztes Jahr im Oktober meine kleine Tochter Elisabeth zurückgegeben (verloren wäre nicht ganz korrekt). Am 17. Oktober. Sie war 20 Wochen in meinem Bauch. Ich habe sie abgetrieben, weil sie eine große Bauchspalte hatte und nicht hätte überleben können. Ich wollte ihr Schmerzen und qualvollen Tod ersparen.
Ich hatte eine "normale" Geburt, die mit wehenfördernden Zäpfchen eingeleitet wurde. Fast genau 24 Stunden nach Einlegen des 1. Zäpfchens ist sie auf die Welt gekommen. Mit den Füssen zuerst. Die Hebammme hat geweint, mein jetziger Mann hat geweint und ich - ich war fasziniert von dem kleinen, perfekten himbeerroten Mädchen in meinen Händen. Es hört sich paradox an, aber in dem Moment, wo ich sie nach der Geburt an mein Herz drückte, war ich glücklich und stolz darauf Mutter zu sein. Die Traurigkeit kam später. Und wie ich mir schon vorher gedacht hatte, war die sehr schmerzhafte Geburt (die starken Schmerzmittel haben bei mir nicht gewirkt) nicht das Schlimmste. Sondern die schreckliche Sehnsucht und der Schmerz, dass sie nicht bei uns bleiben durfte.

Willst du vielleicht deine Geschichte erzählen?

Liebe Grüsse, Anika



Geschrieben von Tina am 26.03.2005 um 20:57:

 

Hallo Marion!

Auch von mir ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns.smile
Es freut mich,das Du nicht mehr nur still liest,sondern uns jetzt auch schreibst.
Hier ist immer jemand für Dich da,der Dir zuhört.

Danke für das schöne Gedicht.

Liebe Grüße



Geschrieben von marion77 am 27.03.2005 um 08:33:

 

ich hatte arg Probleme hatte mit dieser Schwangerschaft
(ständige Blutungen ab der 12. Woche)

In der Nacht vom 02.10. auf den 03.10 bekam ich Wehen, die ich aber erst als solche nicht erkannt habe. Es war doch noch viel zu früh. Habe gedacht ich hätte einfach nur tierische Rückenschmerzen.

Am morgen spürte ich dann auf einmal die Nabelschnur die draussen war. In Windeseile sind wir dann ab ins Krankenhaus und da begann das schreckliche. Ich bekam sofort Wehenblocker und ein Arzt versuchte die Nabelschnur wieder dahin zu bringen wo sie ja eigentlich hingehört.

Vergebens. Dann kam der Chefarzt zur Untersuchung. Er machte nen Ultraschall und stellte fest das der Po von Joel schon fast geboren war und kaum noch Herzschläge da waren.

Fruchtwasser war weg, was ich nicht mitbekommen habe da ich die ganze Nacht ständig mal wieder auf der Toilette war - da muss es wohl zwischendurch abgegangen sein und der Muttermund war schon fast vollständig geöffnet.

"er musste kommen, hatte aber keine Chance" .

3 Wehen und 20 min später war mein kleiner Stern dann in der 21. Woche "still" geboren.

Und lag da so friedlich als würde er einfach nur schlafen

Die Hebammen und Ärzte haben sich rührend um uns gekümmert. Und nachdem ich Joel erst nicht sehen und anfassen wollte - habe sie mich doch dazu gebracht es zu machen. Diesen Moment möchte ich nicht missen. Es war so schön. Ich hatte einen Sohn, meinen zweiten Sohn. Nur leider durfte er nicht bei uns bleiben.

danach sollte ich zu Ausschabung. 30 minuten waren angesetzt.
2,5 std haben die Ärzte operiert und bis zum Schluss versucht mir mein Leben und die Gebärmutter zu retten. Was ihnen zum Glück auch geglückt ist. Ich hatte so große Verwachsungen das eine komplette Bauch-OP gemacht werden musste. Dabei habe ich dann 4,5 l Blut verloren und mein Kreislauf ging immer wieder bis unter 70/30

a, soviel also zu meiner Geschichte....



Geschrieben von bea am 27.03.2005 um 15:21:

  Liebe Marion...

...es tut mir sehr leid, dass dein Sohn sterben musste!
Auch deine Geschicht ist traurig und tragisch!!

Es ist schön, dass du hierher gefunden hast!

Liebe Grüße

Bea



Geschrieben von Klaus am 02.04.2005 um 21:54:

 

Hallo Marion,
da hast Du was ganz Arges durchmachen müssen und standest selbst dabei noch in Lebensgefahr.
Ich freue mich, dass Du es mit erhaltener Gebärmutter überlebt hast. Es freut mich auch, dass Du an Deine Stillgeburt anschließend so gute Erfahrungen mit Deinem Sohn gemacht hast. Ich finde, Du kannst stolz auf Dich sein, dass Du Dich überwunden hast und den Empfehlungen der Ärzte nachgekommen bist. Dir wären sonst diese schöne Minuten und die damit verbundenen Gefühle entgangen.
Ich freue mich natürlich auch über Deinen Dank zu dieser Seite.
Mit freundlichen Grüßen, Klaus



Geschrieben von Lizzy am 02.04.2005 um 23:58:

 

Liebe Marion,

auch ich möchte Dich herzlich willkommen heißen... es ist schön, dass Du zu uns gefunden hast.

Es ist sehr traurig, dass Du Deinen kleinen Sohn Joel still zur Welt bringen mußtest.

Danke, dass Du uns Deine Geschichte erzählt hast.

Alles Liebe!

Lizzy



Geschrieben von schneckeschatz am 27.04.2005 um 23:01:

  4 fg,.....

hallo ihr lieben...

hatte bisher 4 fg,
1999-8.ssw
2000-10.ssw
2001 jason wurde geboren mit 4310 gramm und 52 cm,gott sei dank gesund
april 2004-8.ssw

juli 2004-einen meiner zwillis,---tristan wurde am 16.2. 2005 geboren mit 4420 gramm und 56 cm....

lasst euch umarmen,
es ist schrecklich wenn einem sowas passiert.


gruss betty



Geschrieben von Tina am 27.04.2005 um 23:07:

 

Hallo Betty!

Herzlich Willkommen hier bei uns.

Ja,es ist schrecklich,sein/e Kind/er verlieren zu müßen.Wer könnte das besser verstehen,als wir hier.Leider haben wir alle diese schreckliche Erfahrung machen müßen.
Ich hoffe,Du fühlst dich wohl bei uns.

Liebe Grüße


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